Europäische Anpassung der Aufzugsnorm

Aufzüge werden in Zukunft mehr Sicherheit und Fahrgastkomfort bieten – dies besagt die neue europäische Aufzugsnorm EN 81-20/50. Die künftigen Anpassungen betreffen sowohl Personen- als auch Lastenaufzüge. Abgelöst werden demzufolge die bekannten Normen EN 81-1/2.

Ab sofort definiert die Norm EN 81-20 die Vorgaben für die konstruktiven und technischen Eigenschaften von Aufzügen. EN 81-50 wiederrum legt fest, wie die Prüfung an Aufzügen und der Ablauf von Test an Komponenten zu erfolgen hat.

Die Normen sind ab dem 01.09.2017 für alle Aufzugsanlagen verbindlich – jetzt bereits gültig.

Die Anpassungen erhöhen das Sicherheitsgefühl sowohl für den Fahrgast selbst als auch bei später anfallenden Wartungsarbeiten.

Entscheiden sollten man sich bereits jetzt für die neunen Modelle nach EN 81-20/50, denn eine spätere Nachrüstung ist in jedem Fall mit höheren Kosten verbunden. 

Ein erhöhtes Sicherheitsprofil bedeutet schlussendlich einen Anstieg der Preise in der Herstellung und somit auch eine Erhöhung der Bauplanungskosten. Der zu erwartende Preisanstieg beginnt bereits bei ca. 5% und ist herstellerabhängig.

Alles auf einen Blick

Nachstehende Änderungen wurden in der EN 81-20/50 festgelegt:

  • Stärkere Kabinenwände sowie -türen sorgen für eine ruhigere Fahrt.
  • Die Erhöhung der Brandschutzvorgaben macht die Aufzüge noch resistenter gegen Feuer.
  • Engmaschige Lichtvorhänge verhindern künftig das Einklemmen.
  • Eine hellere Kabinenbeleuchtung sorgt für mehr Komfort.
  • Vergrößerte Sicherheitsräume sowie eine hellere Schachtbeleuchtung erleichtern die Wartungsarbeiten

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